The stars look very different today

Eine paar Tage zu spät, aber egal.

Astronauten waren die großen Helden meiner Kindheit. Ich kannte mehr Fakten über Planeten als Namen von Dinosauriern, habe jedes für mich halbwegs verständliche Weltraumbuch gelesen, jede Doku geguckt, jedes Interview verschlungen. Menschen, die es geschafft haben die Erde zu verlassen waren (und sind) für mich cooler als alle Cowboys, Indianer und Feuerwehrleute zusammen.

Glücklicherweise arbeiten bei der NASA Nerds wie wir. Deshalb hat die ISS nicht nur Internet, sondern viele Astronauten auch einen Twitter-Account. Einer der fleißigsten Nutzer ist Chris Hadfield, der die Menschheit mit vielen Bildern ein bisschen mit auf seine Reise nahm.

Kurz vor seinem Abschied twitterte er dann dieses großartige Video in dem er David Bowies “Space Oddity” zum Besten gibt.

 

Gratis Comic Tag 2013 :update:

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Heute ist wieder Gratis Comic Tag. Die Mayersche Buchhandlung/Interbook in Trier macht erneut mit und dieses mal gibt es ganze drei Comics pro Besucher.

Eigentlich wollte ich dringend “Rorschach” und “Batman/Superman” haben, die waren aber leider schon weg. Von meiner Wunschliste hat es so nur “Malcolm Max” zu mir nach Hause geschafft. Der ist vom großartigen Ingo Römling, aka Monozelle, gezeichnet, den einige vielleicht schon von den frühen ASP Artworks und Comics kennen. Außerdem habe ich dann noch “Hades-Syndrom – Crossfire” und “Barrakuda” mitnehmen können.

Die anderen drei, “Wahre Helden”, “Kleiner Stubbel”, und “Koma” sind für Sabine.

Die Sammlerecke verschickt gegen Versandkosten 6 Exemplare, hier habe ich mir dann die beiden verpassten Exemplare, so wie “Star Trek: Countdown to Darkness”, “Resident Evil” und “Donald Duck” bestellt (und daneben noch “Batman #0″, den wollte ich sowieso noch zur Vervollständigung der Sammlung).

Wer sich für noch mehr zum Tag interessiert, der guckt mal beim Pygospa vorbei, da gibt’s auch noch ne andere Bestellmöglichkeit.

:update: Die Sammlerecke hat geliefert. Ich besitze jetzt auch noch “Star Trek”, “Resident Evil”, “Marvel Universe”, “Donald Duck”, “Rorschach” und natürlich “Batman/Superman”.

Gratis Comic Tag 2

Rückentwicklungsland Deutschland

Anderswo verlegen Unternehmen Gigabyte Glasfaseranschlüsse bis in die Häuser der Menschen und auch wenn das am Ende nicht aus Altruismus geschieht, sondern um die Werbung noch schneller an den Mann zu bringen zeigt es schön wie kaputt die angeblichen Marktmechanismen hierzulande sind.

Die Telekom (und bald nach ihr sicher auch alle anderen) bombt Deutschland zurück in die digitale Steinzeit, frisst Flatrates und die Netzneutralität und die Politik schaut zu. “Der Markt wird das schon regeln.” Tja, liebe Neoliberale, wenn ihr tatsächlich immer noch an den Quatsch glaubt und das nicht nur sagt, weil ihr irgendwo mitverdient, dann habe ich schlechte Nachrichten für euch. Der gemeine Nerd kann wiedermal nur traurig kopfschüttelnd und shitstormend daneben stehen und “Haben wir euch ja schon immer vor gewarnt.” twittern.

T-Offline

E-Mails von Gmail zu Uberspace umziehen

Gmail ist zwar hübsch und praktisch, aber wer will sich schon seine E-Mails durchsuchen lassen und wer weiß überhaupt wie lange Google den Service noch für ausreichend profitabel hält. Außerdem ist selbst hosten cool, das wisst ihr ja inzwischen.

Wie man seinen E-Mail-Server einrichtet wird vom Uberspace-Support ausreichend beschrieben. Bevor man jetzt seine MX-Records endgültig ändert will man aber möglicherweise seine jahrelang angesammelten Mails noch in die neue Mailbox mitnehmen. Das geht so:

  1. Imap in den Einstellungen von Gmail aktivieren, sofern man das nicht schon getan hat.
  2. Per SSH auf dem Uberspace einloggen. Da der Sync bei größeren Mailboxen etwas länger dauern kann sollte man zunächst eine Screen Session starten das geht mittels

    So kann das Script weiterlaufen, auch wenn man sich wieder ausgeloggt hat.
  3. Mit dem Editor seiner Wahl legt man jetzt zwei separate Passwortdateien an. passfile1 enthält das Gmail Passwort (Wer Two-Factor-Authentication nutzt muss sich hierfür ein applikationsspezifisches Passwort generieren.), passfile2 enthält das Uberspace Passwort. (Das verwendete Script kann die Passwörter zwar auch direkt übernehmen, die tauchen aber dann in der Prozessliste auf und sind somit für jeden User auf dem Server einsehbar.)
  4. Das Script zum Mailtransfer ist imapsync. Das ist netterweise schon auf deinem Uberspace installiert. Die komplette Zeile mit den hierfür richtigen Optionen lautet

    Was die einzelnen Optionen bewirken, können sich interessierte User ja aus den Manpages erschließen. Den Usernamen von Gmail und Uberspace, sowie den richtigen Server müsst ihr natürlich an den entsprechenden Stellen ersetzen.
  5. Das Script sollte jetzt fröhlich los kopieren. Wenn ihr euch währenddessen ausloggen und den Rechner zuklappen wollt, dann müsst ihr die Screen Session zunächst mit

    detachen. Um sie später wieder aufzunehmen reicht

     

Viel Erfolg

Examensarbeit: Themenfindung

Moderne Geisteswissenschaftler bloggen. Eine gute, empfehlenswerte und inzwischen halbwegs etablierte Praxis ist es dies auch begleitend zu wissenschaftlichen Arbeiten zu tun. Hier wird einerseits der Prozess dokumentiert und dabei für den Schreibenden selbst deutlich(er) was er da tut, andererseits gibt man der Community so die Möglichkeit schon im Entstehungsprozess Ideen und Feedback zur entstehenden Arbeit einzubringen. Etwas ähnliches, kleineres will ich hier mal mit meiner bald anstehenden Abschlussarbeit versuchen.

Im Moment befinde ich mich noch in der Phase der Ideenfindung. Es soll auf jeden Fall um moderne, englischsprachige Literatur gehen. Der erweiterte Literaturbegriff, der hier Anwendung findet, schließt auch Filme ein. Die Idee wäre im Moment also irgendwas in Richtung Science-Fiction Film zu schreiben. Es könnte um dessen politische Implikationen gehen, so was habe ich schon mal in einer Hausarbeit zu “Invasion of the Body Snatchers” und der McCarthy-Ära gemacht, oder um etwas ganz anderes.

Wenn also jemand Ideen hat, gerne auch in eine ganz andere Richtung, dann immer her damit.

Twitter Bilder mit WordPress selbst hosten

Dinge selbst hosten ist gesund, macht attraktiv und erfolgreich. Das es im Ernstfall auch praktisch, sogar notwendig werden kann, zeigen uns kontroversen wie die letztens um den möglichen Bilderverkauf durch Instagram. Wer seine Services selbst betreibt, der kann auch leichter bestimmen unter welchen Bedingungen sein Content an wen geht und ihn sogar dann noch unter die Leute bringen, wenn alle Dienste, denen ein “e” fehlt, längst den Bach runter gegangen sind.

Ein schönes Beispiel dafür ist Twitter. Unter Nerds ist schon länger bekannt, dass die Qualität des Services nachlässt und das man mit der Plattform endlich Geld verdienen will. Der Weg, den Twitter gewählt hat ist leider der, den User so weit einzuengen, dass man ihn bequemer mit Werbung belästigen kann. Alternativen wie alpha.app.net gewinnen an Popularität. Ist man auf beiden gleichzeitig unterwegs, oder erwägt in Zukunft Twitter ganz den Rücken zuzukehren, dann ist man gut beraten die Bilder von den Statusmeldungen getrennt aufzubewahren. Mit einem bisschen Pluginvoodoo und dem richtigen Twitterclient kein (oder fast kein) Problem.

Tweet Images

Den Anfang macht Tweet Images. Neben schnödem Hosting erstellt das Plugin auch noch einen Post für jedes Bild in einer vorher auswählbaren Kategorie. Nach der Installation findet sich diese Einstellung wie erwartet in den Preferences, die wichtigeren Informationen verstecken sich jedoch im Userprofil. Das hier angezeigte “Secret” trägt man als Custom API-Endpunkt in sein Tweetbot ein, fertig ist die Laube.

Dummerweise wird so aber immer der Link zum Post, nicht aber zur Imagedatei vertwittert, weswegen bei den meisten Twitterclients die eingebaute Bildvorschau nicht funktioniert. Das behebt man in der Datei wp-twitpics.php, indem man die Mediaurl, die in Zeile 437 aufwendig generiert wird

durch den Link zum fullsize Bild ersetzt.

Advanced Category Excluder

Hat man fleißige RSS-Leser, ist gar in einen anderen Newsfeed eingebunden oder sonst wie ein Freund von Ordnung in seinen Beiträgen, dann will man nicht unbedingt jedes Bild in seiner normalen Postingliste sehen. Den Job übernimmt Advanced Category Excluder (schon ein bisschen angestaubt, aber geht noch). Für die Twitterbilder eine eigene Kategorie erstellen und diese dann von der Hauptseite und dem RSS-Feed ausnehmen.

Page Links To

Will man die Bilder trotzdem auf der Seite anzeigen lassen, dann ist das am einfachsten mit Page Links To möglich. Neue Seite anlegen und die dann auf das Kategoriearchiv für die Twitterbilderkategorie zeigen lassen. Tadaaaa.

War das jetzt zu konfus, dann Fragen bitte in die Kommentare, individuelle Hilfe wird zu den üblichen überzogenen Preisen abgerechnet.

Geschenke Basteln

Bei den üblichen Weihnachtseinkäufen mit der Herzallerliebsten fiel uns im Baumarkt ein hübsches Deko-Novum auf. Beleuchtete Geschenkpäckchen. Die waren allerdings recht teuer und nicht batteriebetrieben. Da außerdem selber machen cool ist sprach der kleine Jeremy Clarkson in meinem Kopf schnell den verhängnisvollen Satz: “How hard can it be?”

Kurz einen Plan gemacht und festgestellt: Man braucht…

  • Kaninchendraht
  • Schere
  • Zange
  • Tesa
  • Batteriebetriebene LED-Lichterkette
  • dickes Transparentpapier
  • Japanpapier
  • Kabelbinder
  • Blumendraht
  • Geschenkband

Zunächst vermisst man mal den Kaninchendraht und entscheidet sich für eine Würfelgröße auf die sich der Draht gut biegen lässt. Das waren in meinem Fall (für drei verschieden große Päckchen) 17, 14,5 und 11 cm. Los geht’s.

Kaninchendraht ablängen

Kaninchendraht ablängenZurechtschneiden

zurechtschneidenBiegen (geht gut über der Tischkante, mit Hilfe eines kleinen Buchs o.ä.) Unten bleibt natürlich offen, ein kleiner Rand sorgt aber für mehr Stabilität.

IMG_0003_2 IMG_0004_2Dann die Ränder mit Kabelbindern oder Blumendraht verbinden.

IMG_0006_2Als nächstes die Lichterkette im Würfel anbringen. Da meine 20 Lämpchen hat habe ich (tadaaa!) 4 pro Seite möglichst gut aber ungleichmäßig verteilt.

IMG_0008_2Wenn man im Basteln mit Papier in etwa so geschickt ist wie ich, dann ist es jetzt Zeit seine Frau zu rufen. Die kann das dicke Transparentpapier (damit man den Kaninchendraht nicht durchsieht) auf Würfelform schneiden.

IMG_0014_2Auf den Würfel kleben (ohne Überlappungen, die sieht man später durch)

IMG_0015_2und ein Loch für den Boden ausschneiden.

IMG_0016_2Am Ende verpackt man das Ganze wie ein normales Geschenk in Japanpapier

IMG_0009_2und bindet noch eine Schleife drum.

IMG_0020_2Fertig. Ein bisschen sieht man den Draht noch durch, halte ich aber für vertretbar.

Materialkosten für die drei Päckchen waren ~20€, was einem ungefähr die Hälfte spart.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Comedygold in homöopathischen Dosen

Homöopathie, der gefährlichste Schwachsinn seit Erfindung der Schusswaffen in Privatbesitz, schart ja so allerhand seltsame Gestalten um sich. Darunter auch viele, die es eigentlich besser wissen sollten.

Florian Freistätter rezensiert netterweise ein aktuelles Buch zum Thema und liefert dabei noch eine praktische Argumentationshilfe, die die beliebtesten Argumente entkräften hilft.

Das versprochene Comedygold versteckt sich, wie so oft, in den Einsternebewertungen der Amazonseite des Buches. Von (sehr) falsch verstandener Physik bis zur großen Verschwörungstheorie ist alles dabei. Die Lektüre lohnt sich.

So weit die Füße tragen

Draußen kann es ja echt schön sein. Wenn es nicht so viel regnet, wenn einem die Füße nicht so weh tun und wenn man abends in einem vernünftigen Bett schlafen kann. All diese Bedingungen trafen bei der letzten Wandertour nicht (oder nicht immer) zu, aber toll war es trotzdem, weil die richtigen Leute dabei waren und weil die Gegend so schön war.

Geplant war eine Tour von Gerolstein bis nach Wittlich. Die erste Etappe ging von Gerolstein nach Daun über den Eifelsteig, die Strecke Daun-Manderscheid und dann am dritten Tag von da nach Wittlich geht über den wunderschönen Lieserpfad. Leider, leider, leider war das Wetter am zweiten Tag mehr als schlimm, und so haben wir irgendwann am dritten Tag die Motivation auf halber Strecke verloren. Trotzdem sind wir an drei Tagen ein bisschen mehr als 50 km gelaufen, haben seltsame Eifelbewohner kennengelernt, beim echten Schwaben echt schwäbisch gegessen, die Überlegenheit des Materials über das Wetter bewiesen und die Schuhe sind jetzt auch ganz sicher eingelaufen.

Abseits ausgetretener Hörkanäle – Der seltsame Ohrwurm des Monats

Ihr kennt das sicher: abseits ausgetretener Hörkanäle, da wo die mittelprächtigen Metaphern wohnen, entdeckt man manchmal Musik, die man so noch nicht kannte. Manchmal sogar im Fernsehen oder im zu-Mainstream Radio. Zunächst wehrt man sich noch, doch irgendwann denkt man: „Ist mir egal ob das cool ist, das wird jetzt gemocht!” Das sind dann oft Sachen, für die man sich sonst schämen würde, fände sie einer der stilsicheren Freunde in der MP3-Sammlung, denn  „Eigentlich höre ich ja was ganz anderes.” Ich jedenfalls habe beschlossen ab sofort offen damit umzugehen und euch die Möglichkeit zu geben euch auch ein bisschen in neue Klänge zu verlieben.

So lief mir vor einigen Tagen „Mein Mikrofon” von den irgendwie grundsympatischen „Jennifer Rostock” bei irgend einer Konzert-Doku auf irgend einem ZDF über den Weg. Ja, ich kann mit anderen Bands nach dem Schema „ein Mädel, vier Jungs, Gitarren und deutsche Texte”, die vor wenigen Jahren wir Pilze aus dem Boden sprossen gewöhnlich auch weniger als nichts anfangen. Silbermond, Juni, Wir sind Helden, … Ich kotze! Trotzdem hat es diese wilde Mischung aus beliebten Elektroeinflüssen (inklusive der inzwischen obligatorischen Dubstep-Einlage), Gitarren mit und ohne Strom und dem Genredefinierden deutschen Frauengesang es geschafft sich bei mir festzusetzen. Also: jetzt anhören!