04
Jun 09

Bahnübergang

Category: Allgemein |

Heute lagen im Hausflur einige kleine Zettel, die auf eine Aktion mit dazu passender Webseite aufmerksam machen sollten.
Die Idee an sich finde ich nicht all zu schlecht. Ich habe mir auch schon oft gewünscht mal schnell durch den Bahnhof zum Aleencenter zu können oder den Fußweg in die Stadt abzukürzen. Die Aktion an sich ist allerdings noch verbesserungswürdig.
1. läuft die Webseite auf einer dieser Gratisdomains. Das wirkt nicht gerade sehr seriös.
2. steht niemand greifbares im Impressum. “Aktion – Bahnübergang-Trier für alle” mag ja ganz witzig gemeint sein, steigert allerdings auch nicht die Seriosität.
3. findet der geneigte Bürger auf dieser Seite eine “Petition”, die wohl einem umgebauten Gästebuchscript entsprungen ist. Leider sind Petitionen auf Privatseiten vollkommen nutzlos da a) zu leicht fälschbar und b) guckt sich das niemand an. Auch ausgedruckt nicht. Dann besser ein paar Listen ausdrucken und ein paar Nachmittage von Haus zu Haus ziehen. Unterschriftenlisten versteht nämlich auch der Bürgermeister.
Alles in Allem wäre ein Bahnübergang / eine Unterführung an dieser Stelle natürlich wünschenswert, vor allem weil ich quasi direkt gegenüber wohnen würde, aber ich glaube nicht, dass die Bahn so etwas baut, da sie keinen Gewinnzuwachs davon erwarten kann und es dreht sich eben längst nicht mehr um die Kunden, sondern um die Aktionäre.


by fidepus | About the author:

Related Posts


Comments


Posted on Donnerstag, Juni 4th, 2009 at 01:30 and is filed under Allgemein. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.
4 Comments so far

  1. 1 fidepus on Juni 4, 2009

    Hallo Timon,
    schön, dass du dich meldest. Ich hoffe, du liest auch die Antwort, ich verstehe nämlich einiges noch nicht.
    Zunächst mal solltet ihr doch 10€ für ein paar kopierte Listen und drei Kullis über haben, wenn euch 1000€ Busgelder bis jetzt nicht von der Benutzung des Bahnübergangs abhalten konnten. Außerdem sollten sich doch ein paar Leute finden lassen, die die Unterschriften einsammeln, wenn ihr eine ganze Initiative seid.
    Ich verstehe die Argumentation und ich denke auch, dass das mit der “Legalisierung” (vielleicht besser “öffentlichen Nutzbarmachung”) in Bezug auf den Übergang seitens der Bahn mit vertretbarem Aufwand machbar sein sollte, in Karthaus gibt es so was ja auch im Kleinen. Ich kenne allerdings die Details nicht. Fahren durch Trier z.B. ICEs? Hat schon jemand versucht eine Stellungnahme der Bahn dazu einzuholen?
    Snailmail und E-Mail Adressen sind leider auf solch einer Liste nichts wert. Die einzigen Onlinepetitionen, die in Deutschland Gewicht haben sind die auf dem Server des Bundestages und der befasst sich mit solch regionalen Themen nicht. Das mag jetzt ungerecht klingen, aber du musst das Thema ja auch mit Leuten erörtern, die sich die Internetseiten morgens ausdrucken lassen (Politiker tun so etwas gerne). Die klassische Unterschriftenliste, die man in die Hand nehmen kann lässt solche Leute vielleicht eher erkennen, dass es hier Bedarf gibt.
    Versteh das bitte nicht falsch. Ich will das Projekt nicht zerreden und würde eine Lösung nach wie vor begrüßen. Das ganze muss aber richtig angepackt werden, sonst war die Arbeit am Ende umsonst und das wäre doch schade.
    Ach ja, diese Seite gehört keiner Religion an, ich selbst bin aber kritisch-katholisch.
    Grüße,
    David

  2. 2 Frank on Juli 11, 2009

    Hallo,
    hier noch ein Artikel, der sich etwas kritischer mit der Bürgerinitiative “Bahnübergang Trier” auseinandersetzt: http://www.16vor.de/index.php/2009/07/09/burgerinitiative-ruft-zu-busgeld-boykott-auf/
    Einige Kommentare auf der Webseite der Bürgerinitiative, die das Freigeben des Bahnüberganges nicht so gut fanden, wurden gelöscht.

  3. 3 Bahnübergang-Trier on Juli 18, 2009

    Kommentar zu dem Bericht auf:
    http://www.16vor.de/index.php/2009/07/09/burgerinitiative-ruft-zu-busgeld-boykott-auf/

    Ich finde das was die Polizeisprecherin Lehnert da sagt ist völliger Quatsch. Ja, es ist zwar richtig, dass die Gleise 11 und 12 sehr stark befahren sind, aber um diese zu überqueren gibt es ja auch eine Unterführung und ich kann nur im Namen der Bürgerinitiative allen raten, diese auch zu benutzten. Den restlichen Teil des Gleisübergangs habe ich in den 3 Jahren, wo ich in Trier schon über 1000-mal, also mehrfach täglich benutzt; dort fahre nur ab und zu ein paar Güterzüge oder die Züge die an Steig 13 halten ab. Aus Sicherheitsgründen sollte man zusehen, dass die Zug-Ampeln auf “Rot” stehen und mal sollte wie an jedem Zebrastreifen auch nach rechts und links schauen. Im Gegensatz zum vielen Zebrastreifen, hat man beim Bahnübergang eine sehr weite und meist gute Sicht und selbst nachts ist das Bahngelände u.a. durch die Bahnhofs- und Staßenlampen noch hell genug erläuchtet um heranfahrende Züge (die nachts zudem immer Scheinwerfer anhaben) gut zu sehen. Für mich persönlich, und ich bin ein vorsichtiger Mensch, ist dieser Bahnübergang sicherer als in der Güterstraße in der Nähe der Pizzarei die Straße zu überqueren, denn da sieht man die meist sehr schnell heranrauschenden Autos wegen der Kurve nämlich nicht.

    A propos, letzter Zug aus Luxemburg. Wenn man nachts um diese Uhrzeit mit viele Gepäck und einem großen Koffer in die Güterstraße möchte kann man praktisch nur über den Bahnübergang oder mit einem bahnhofseigenen Kofferkuli (Kofferwagen) außen herum, da auch kein Bus in die Güterstraße fährt. Doch auch das entwenden eines Kofferkulis ist den armen Reisenden verboten und zudem bewacht nachts jetzt immer ein Wachmann den Übergang. Wegen diesem habe ich im Winter z.B. auch einmal versucht meinen Koffer per Hand die lange Strecke zu schieben, doch der Schnee hat dabei wie eine Schaufel funktioniert und der Koffer blieb alle paar Meter stecken. Nach über einer Stunde war ich endlich in der Güterstraße, aber noch lange nicht zu Hause; das war einfach nur die reinste Hölle.

    Ich hoffe Ihr könnt die Argumente der Bürgerinitiative jetzt vielleicht etwas besser verstehen. Ich persönlich bin jedoch letztendlich auch für eine Fortstzung der bereits vorhandenen Unterführung, genau wie die Initiative. Ich glaube zudem auch nicht, dass Frau Lehnert als Autofahrerin den Bahnübergang schon einmal nutzen musste, zudem wohnt sie so viel ich weis auch nicht in Trier-Ost. Allerdings benutzen ihre Kollegen, richtig, die Bundespolizeibeamten und hunderte Bahnangestellte den Gleisübergang täglich, da sie kostenlos auf dem Bahngelände (Güterstraße) parken dürfen. Bitte passt auf, was Politiker und Saatsinstrumente euch vermitteln wollen, meist ist es eine sinnvolle Wahrheit, machmal aber nur sinnloser Eigenschutz, bzw. -nutz; also hinterfragt auch mal.

    Aus strafrechtlichen Gründen wegen des often Gebrauchs dieses, für mich sehr praktischen, Bahnübergangs nenne ich hier nicht meinen Namen.

    Mit freundlichen Grüßen,
    für die Bürgerinitiative “Bahnuebergang-Trier für alle” n. e.V. ( http://www.Bahnuebergang-Trier.de.tl )

  4. 4 Bahnübergang-Trier on Juli 18, 2009

    Wer sich dennoch nicht bei den Aktionen auf http://www.Bahnuebergang-Trier.de.tl beteiligen möchte aber eine Veränderung dieses, für viele Fußgänger und Anwohner nerveraufreiben, Zustandes herbeisehnt, kann sich gerne andersweitig einsetzen, denn letztendlich zählt das Ziel. Diese Bürgerinitiative möchte ja auch nur Aufmerksamkeit für dieses lästige Problem schaffen, damit die Politiker, welche seit Jahren im Wahlkampf mit dem Zeil einer Verbessertung der Verkehrsbedingungen auf Stimmenfang gehen, endlich aktiv werden und dieses Problem lösen.

    Auf der Internetsteite des Stadtrats http://www.Buergerhaushalt-Trier.de könnten die Bürger zudem im Juni/Juli 2009 in einer ersten Phase für die fünf dringesnsen Projekte in ihrem Statteil mitbewerten, damit das Haushalstgeld der Stadt sinnvoll angelegt wird. Für eine Fuß- und Radwegverbindung zu Bahnhof haben u.a. für Kürenz alleine 51 Personen mitgemacht und druchschnittlich 4,53 von 5 Punkten abgegeben: 1. Platz.

    Diese Ergebnis ist nicht zuletzt der rastlosen Arbeit der ‘Bürgerinitiative Bahnübergang-Trier für alle’ n. e.V. zu verdanken und somit werden alle die eine schnellstmögliche Veränderung wünschen, gebeten sich auch an der 2. Phase im September zu beteiligen.

Name (erforderlich)

Email (erforderlich)

Website

XHTML: You can use these tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Share your wisdom


Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0 Germany
This work by fidepus is licensed under a Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0 Germany.