Hat von den Unionsfritzen in Merkels Wahlkampfteam eigentlich jemand den Text von Angie gelesen? Dem Herrn, der hier als Erzähler auftritt geht es nämlich nicht so gut. Trotzdem wird man nicht müde das Lied bei den Wahlkampfauftritten unserer geliebten Kanzlerin zu spielen. So auch gestern in Trier. Der Aufwand der getrieben wurde um sie zu beschützen war gewaltig. Die gelieferten Inhalte waren es nicht.
Massen von Polizisten, teilweise mit Videokameras bewaffnet dazu eine Hand voll Leute die wie Agenten aus dem Fernsehen ausgesehen haben und ein paar Männer mit Ferngläsern in den Benachbarten Gebäuden. Da fühlt man sich doch beschützt.
Los ging die Show mit einer höchstens mittelklassigen Coverband, danach etwas Lokalpolitik, schließlich der Luxemburger Premier Jean-Claude Juncker. Es ist schon seltsam genug, dass jemand aus dem Nachbarland kommen muss um Merkel zu loben und außer, dass er Europa und alte Leute gut findet konnte er auch nur sagen, dass er als Ehrenbürger in Trier umsonst bestattet wird. Die Rede von Merkel selbst war ähnlich inhaltslos. Sie ist mit dem Hubschrauber nach Trier gekommen (sehr umweltbewusst Frau Kanzlerin), fährt demnächst eine Zugstrecke, die Adenauer so nicht hätte fahren können und findet alte Leute auch irgendwie gut. Das sind schließlich auch ihre Wähler. Richtig lustig fand ich dann noch, dass sie ausgerechnet mit Juncker das Bankwesen eindämmen will. Der wird da sicherlich ganz viel Lust zu haben.
Weitere gute Kommentare gibts bei Guardian of the Blind und Der amorphen Welt des Julius H.
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[...] Bessere Berichte gibt es dagegen hier und [...]
Ich finde es immer wieder schlimm, wenn sie dieses Lied missbrauchen. Jemand meinte gestern, dass die Stones versucht hätten, der CDU zu verbieten, dass für ihren Wahlkampf zu spielen, aber es hätte irgendwie nicht geklappt. Normalerweise ist doch das Urheberrecht total rigoros… Hm…
Ja, Luxemburg ist ja schließlich ausschließlich durch das Bankenwesen wirtschaftlich so stark geworden.