Wie jedes halbe Jahr wurde eine neue Version der Fedora Linux Distribution veröffentlicht. Wie jedes Jahr kam diese zwei Wochen nach dem ursprünglich geplanten Datum, wie jedes Jahr enthält sie wieder die Neuerungen, die bei den anderen Distributionen erst später kommen und wie jedes Jahr habe ich dafür die Linux Partition platt gemacht und neu installiert.
Eines dieser Features, die andere bald einbauen werden ist der Nouveau Treiber. Dieser unterstützt nämlich erstmals 3D-Unterstützung in einem Opensource Treiber. Diese Unterstützung ist zwar noch als experimentell gekennzeichnet und man muss das Paket mesa-dri-drivers-experimental auch erst nachinstallieren, aber danach funktioniert das schon erstaunlich gut.
Die Desktops Gnome und KDE liegen in den aktuellsten Versionen mit den entsprechenden Features vor, ein Test von Gnome Shell, dem Hauptbestandteil des kommenden Gnome 3.0 steht mir noch bevor, soll aber schon sehr benutzbar sein.
Networkmanager geht jetzt auch auf der Kommandozeile und hat eine Signalstärkenanzeige, wenn man es mit Mobilfunk nutzen möchte. Wenn man denn will kann man jetzt Btrfs ausprobieren, ich bin dann aber doch bei Ext4 geblieben.
Die Installation von Nvidia Treiber ist der übliche Pain-in-the-ass, aber das ist eher die Schuld des Grafikkartenherstellers, ohne die RPMFusion Repos funktioniert nix, was mit Multimedia zu tun hat wirklich, auch das kennt man schon und liegt an der konsequenten Ausrichtung an Opensource Software.
Fazit: Fedora wird seiner Vorreiterrolle wieder voll gerecht und schafft es auch dieses mal wieder das System trotzdem stabil auszuliefern, was bei frühen Versionen, gefühlt bis etwa Fedora 8, nicht immer unbedingt der Fall war. Alles fühlt sich ein Stück schneller an als in 12 und ich kann jedem nur empfehlen Fedora 13 zu probieren.
Auf dem Eee 701 werkelt jetzt auch der Fedora 13 XFCE Spin, der sehr ressourcensparend ist und realistisch eine Akkulaufzeit von knapp über vier Stunden schaffen wird.
30
Mai 10
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