14
Jun 10

Haters do hate

Category: Allgemein |

Die Fußball WM hat angefangen, also muss ich auch mal was dazu bloggen. Keine Angst, mich interessiert Ballsport die ganzen zwei Jahre zwischen WM und EM kaum, also werde ich mich jetzt nicht an detailversessenen Taktikanalysen versuchen und auch keine punktgenauen Vorhersagen zu Mannschaften treffen von denen ich bisher nicht mal wusste, dass es sie gibt. Ich will lieber mal ein paar Phänomene am Rande des Spektakels kommentieren, die mir etwas bis etwas mehr auf die Nerven gehen.
Da sind zum Einen die Fußballhasser. Ist ja jedem belassen, wenn er sich auch während solcher Großereignisse nicht von der Stimmung mitreißen lassen will oder kann und die ganze Kiste lieber ignoriert. Dazwischen gibt es aber auch die, die meinen es jedem unter die Nase reiben zu müssen wie langweilig, dämlich und unterschichtig sie Fußball doch finden und das sie ja soooo genervt von all dem sind. Auslöser meiner Aufregung darüber und damit auch für diesen Post war ein Eintrag bei “Wer Kennt Wen”, wo ich schändlicherweise immer noch angemeldet bin, in dem jemand über das “Plebejervergnügen” herzog, sich selbst vor lauter Elitärität aber zu fein für Großbuchstaben oder eine halbwegs nachvollziehbare Rechtschreibung war. Ist hiermit zur Kenntnis genommen, ihr dürft euch jetzt wieder verkriechen.
Zweiter Stein meines Anstoßes sind die Vuvuzela-Hasser. Ja, Fußballstadien klingen in Südafrika anders als in Europa. Das ist für das Gewohnheitstier Mensch vielleicht stellenweise etwas unangenehm, aber wenn man sich nicht ständig auf seinen Geräuschhass konzentrieren muss, sondern zwischendurch auch mal ein Spiel anguckt und sich vielleicht auf die kleinen Männchen konzentriert, die da diesem runden Ding nachjagen, dann kann man das vielleicht sogar verdrängen. Am besten tut man es aber so, wie die TAZ heute empfiehlt, man hört sich das Getröte mal ein bisschen genauer an und stellt dann vielleicht überrascht fest, dass das nicht nur wie ein ständig hyperaktiver Bienenschwarm klingt, sondern es durchaus Nuancen gibt, die den Spielablauf kommentierend begleiten. Das mag nicht so deutlich sein, wie in einem europäischen oder südamerikanischen Stadion, aber es ist da. Zuletzt würde ich sagen, dass der Reiz an einer WM im unbekannten Südafrika ja tatsächlich darin liegen könnte mal was anderes von der Welt zu sehen (und zu hören). So klingt Fußball woanders eben. Applaus an Herrn Blatter, der das erkannt und sich durchgesetzt hat.
An dieser Stelle muss ich allerdings den sportlichen Ehrgeiz bewundern, den einige Leute an den Tag gelegten haben wenn es darum geht besser zu sein als die öffentlich rechtlichen Tontechniker.


by fidepus | About the author:

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Comments


Posted on Montag, Juni 14th, 2010 at 12:51 and is filed under Allgemein. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.
1 Comment so far

  1. 1 sodomedia on Juni 14, 2010

    im unbekannten SüdAMERIKA also^^

    ich höre die tröten von nebenan wo mein mitbewohner fussball schaut. und das nervt schon ziemlich.

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