Kategorie-Archiv: Politisches

Free Speech

Es gibt ja so Ecken im Internet, da wird sofort “Zensur” geschrien, wenn man mal nicht jemandes Meinung ist und ihn nicht bei der Verbreitung seines offensichtlichen Unfugs unterstützen will.

Also noch mal für alles, das mit der freien Meinungsäußerung geht so:

XKCD #1357

Rückentwicklungsland Deutschland

Anderswo verlegen Unternehmen Gigabyte Glasfaseranschlüsse bis in die Häuser der Menschen und auch wenn das am Ende nicht aus Altruismus geschieht, sondern um die Werbung noch schneller an den Mann zu bringen zeigt es schön wie kaputt die angeblichen Marktmechanismen hierzulande sind.

Die Telekom (und bald nach ihr sicher auch alle anderen) bombt Deutschland zurück in die digitale Steinzeit, frisst Flatrates und die Netzneutralität und die Politik schaut zu. “Der Markt wird das schon regeln.” Tja, liebe Neoliberale, wenn ihr tatsächlich immer noch an den Quatsch glaubt und das nicht nur sagt, weil ihr irgendwo mitverdient, dann habe ich schlechte Nachrichten für euch. Der gemeine Nerd kann wiedermal nur traurig kopfschüttelnd und shitstormend daneben stehen und “Haben wir euch ja schon immer vor gewarnt.” twittern.

T-Offline

The American Institute for the Destruction of Tooth Fairy Science

In den ewigen Kampf gegen die Dummheit tritt heute in den Ring:
“The American Institute for the Destruction of Tooth Fairy Science”
Großartiger Name, zwei großartige Plakate zum Aufhängen und Verbreiten (“Quack” ist übrigens Englisch für “Quacksalber”).

Die Originale sind von hier und hier.

Aus der Reihe: Das wird man doch noch sagen dürfen

Rainald Becker (ist jetzt ein Mem).


Hat jemand den noch in besserer Qualität? Google hat nix vernünftiges ausgeworfen.
Hier das Video dazu. Jetzt behaupte mal jemand die Regierung würde nicht in den öffentlich rechtlichen agitieren.

Die wahrscheinliche Wahrheit über die Simpsons

Das Video macht so langsam die Runde durch diverse Nerdblogs. Die Simpsonsleute haben zum ersten Mal einen externen Künstler an ihr Intro gelassen und sich dafür ausgerechnet den bekannten Straßenkünstler Banksy ausgesucht. Das dabei kein lupenreines Stück Fanboy-Kunst heraus kommt hätte man sich vorher denken können, trotzdem gab es wohl Streit um die Ausstrahlung.
Auf jeden Fall sehenswert, vor allem weil es wohl näher an der Realität liegen dürfte als man es von den Simpsons sonst gewöhnt ist und als es der Produktion lieb sein wird.

Auch auf dem Gelblog und bei Nerdcore.

Horst Köhler tritt zurück

Alle Newsseiten melden gerade einen, so weit ich weiß einzigartigen, Vorgang in der deutschen Geshichte. Der Bundespräsident tritt zurück.
Im Falle von Horst Köhler finde ich das nicht weiter schade, hielt ich ihn doch von Anfang an für uncharismatisch (was ihn für ein hauptsächlich repräsentatives Amt doch eher ungeeignet erscheinen lässt) und politisch nicht unbedingt geeignet. Jetzt legt er sein Amt anscheinend nicht deswegen nieder, weil er Dinge zu Bundeswehreinsätzen gesagt hat, die man als Politiker und Verfassungshüter niemals sagen darf, sonder deswegen, weil er massiv dafür kritisiert wurde und er den Respekt vor dem höchsten Amt vermisst. Kann man jetzt von halten was man will.

Social-Network-Fail rund um die Welt

Ich bin ja einer dieser Facebook Hasser. Gizmodo hat da einen netten Artikel, der ziemlich gut erklärt warum ich damit Recht habe. Zum Glück bin ich in diesen Verein nie eingetreten.
Ausgetreten bin ich vor ein paar Monaten schon aus dem Stasi StudiVZ. Ein Glück, denn schon wieder hat jemand “aufgedeckt” wie einfach es doch ist die Daten von Millionen von Nutzern auszulesen (in diesem Fall aus dem SchülerVZ, aber das ist eh alles die gleiche Software), ohne dass einer der Verantwortlichen etwas davon merkt oder sich dafür interessiert. So einfach, dass das wohl auch unter Windows geht (siehe Video im Netzpolitik.org Beitrag)
Ich will ja nicht ewig den Datenschutz-Spielverderber spielen, aber wo man so mit meinen Daten umgeht, entweder aus übereiferndem Geschäftsinteresse, oder aus Unfähigkeit und Desinteresse, da will ich nicht, dass man was über mich weiß.

Billige Kleidung mit Blutflecken

Mir war ja schon klar, dass man Klamotten nicht zu dem Preis verkaufen und dabei noch halbwegs menschlich arbeiten kann. Die Details sind dann aber doch heftig. Zum Glück habe ich da noch nie was gekauft.

Die KiK Story.

Ich habe gewaved und es hat mir gefallen

Gerade eben lief der Livestream zur 8. Folge des wunderbar sinnlosen und deswegen so unterhaltsamen Podcasts NSFW. Da das eine nerdige Nerd Veranstaltung ist gibt es dazu natürliche mehrere Waves, in denen vorab Themenwünsche gesammelt und während der Sendung die tatsächlich besprochenen Sachen gelistet und verlinkt werden (allerdings nicht zur deutschen Wikipedia).
In eben dieser In-Show-Wave konnte das neue Google Spielzeug zeigen, was es so kann und trotz der bekannten und möglicherweise beabsichtigten Performanceprobleme lief das alles überraschend gut und flüssig. Mehrere Nutzer tippen mit bunten Cursorn in einem Dokument, jeder bearbeitet eine andere Stelle, manchmal auch zwei die selbe, aber ohne sich ernsthaft in die Quere zu kommen. Ich hatte ja ein wenig erwartet, dass bei so vielen Fremden gleichzeitig ein paar Editwars aufflammen, aber das blieb aus.
Der Cursor hängt zwar den Tastatureingaben oft etwas hinterher und vom drücken der Tastenkombination bis zur korrespondierenden Aktion vergehen mal ein paar Sekunden aber grundsätzlich kann ich mir jetzt wesentlich besser vorstellen wie das alles mal sein wird, wenn die Preview vorbei ist, alle meine Freunde einen Account haben, wir E-Mail abgeschafft haben und die Software auf performanten Servern außerhalb der Googlewelt läuft.

Der erste Nominierte für die dümmste Idee des Jahres ist: Niiu

Blogs sind besser als Zeitungen!

Das stimmt, wenn auch nicht immer auf inhaltlicher Ebene, zumindest auf formeller und Technischer Ebene uneingeschränkt. Man kann multimediale Inhalte darstellen. Das gilt für Bilder auch noch beim klassischen toten Baum, aber spätestens bei Video und Audio Inhalten ist Schluss. Außerdem sind Blogs direkt interaktiv. Nutzer können Kommentare hinterlassen, die sofort erscheinen, es gibt Pingbacks und Trackbacks mit Hilfe derer sich die sogenannte Blogosphäre bildet und was zu Diskussionen aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln führen kann. Der Platz für Leserbriefe und erst recht der für die Presseschau ist in Zeitungen dagegen sehr begrenzt und außerdem erscheinen solche Dinge frühestens am nächsten Tag und ohne einen direkten (auch räumlichen) Bezug zum Artikel zu haben. Der größte Vorteil der Blogs ist der des gesammten Internets. Sie sind schnell. So schnell, dass die Information, wenn sie am nächsten Morgen mit der Zeitung im Briefkasten liegt längst beleuchtet und durchdiskutiert, sprich veraltet ist.

An dieser Stelle kommt jetzt die Niiu ins Spiel. Eine individuell zusammenstellbare Zeitung, die in der letzten Folge der Fritz Radiosendung Trackback vorgestellt wurde. Neben den Artikeln verschiedener Print Publikationen bietet das Format ernsthaft an auch Blogartikel zu drucken und per Zeitung in Berlin zu verteilen. Worum sich im New-Media-Marketing Wahn anscheinend keiner Gedanken gemacht hat ist, dass man damit die essentiellen Funktionen von Blogs und damit ihr Alleinstellungsmerkmal gegenüber der alten Tante Zeitung abschneidet. Man kann nämlich weder Videos drucken, noch Links (nur URLs, aber nicht mal das tut man in dieser Zeitung laut Eigenaussage), Trackbacks oder schnelle Kommentare. Wie das jetzt dem Blogautor mehr Traffic bringen, oder warum man seine Beiträge Leuten kostenlos zur Verfügung zu stellen sollte, die bis dahin fleißig Geld damimit verdienen, bleibt schleierhaft. Nehmen wir jetzt mal noch an, dass ich Zeitungen in der Unibibliothek umsonst lesen kann, und das Angebot richtet sich anscheinend hauptsächlich an Studenten, dann bliebe ein Modell, bei dem ich für verkrüppelte Blogartikel zahlen soll, die ich umsonst, besser und schneller im Internet und per RSS Reader sogar komfortabler haben kann.