Python HTTP Server One Liner

Vom anyk gelernt und hier aufgeschrieben, damit ich’s nicht immer suchen muss.

In Python kann man schnell mal einen Webserver aufmachen, der das aktuelle Verzeichnis per HTTP zur Verfügung stellt.

Für Python 2.X:

python -m SimpleHTTPServer

Für Python 3.X:

python -m http.server

Der Server teilt einem dann mit er würde auf IP 0.0.0.0 (was natürlich nicht stimmt) und auf einem Port (gewöhnlich 8000) lauschen. Praktisch.

Wie geht eigentlich…? Eine Podcast Idee

Mikrofon

Diese Frage stelle ich heute: mir selbst.

Ich höre ja jetzt schon relativ lange Podcasts. Die Gründe die dem ausgestrahlten Rundfunkprogramm vorzuziehen sind vielfältig und vielleicht sogar einen eigenen Post wert. An dieser Stelle aber nur der Hinweis, dass Podcasts abspielen neben Twitter und der Uhrzeit die Hauptaufgabe meines iPhones ist.

Ich trage mich jetzt schon länger mit dem Gedanken einen eigenen Podcast zu produzieren und nachdem der angedachte allgemeine Plauder-Podcast und die politikwissenschaftliche Erklärungsrunde (bisher) nicht zu Stande gekommen sind habe ich mir ein paar eigene Gedanken gemacht, was die Welt noch brauchen könnte. Dabei rausgekommen ist das Konzept zu einem fast schon klassischen Interview Format.

Es gibt da draußen ganz sicher jede Menge Leute, die wissen wie irgendwas geht, gemacht oder produziert wird, passiert oder sonst wie zustande kommt und die interessant davon erzählen können und wollen. Da kann es um Brot gehen, um Programmieren, um Politik oder um Wissenschaft, ganz egal. Der Podcast soll möglichst offen für viele Themengebiete sein und damit auch Leute außerhalb des gut bedienten Nerdpublikums ansprechen.

Am Anfang jeder Folge soll die Frage stehen, „Wie geht eigentlich [Thema der Episode]? “ Darum soll es dann mit einem Experten gehen, der in einem Strukturierten Gespräch möglichst tiefgehende Auskunft zum Thema gibt. Die resultierende Folge soll dann irgendwo um die zwei Stunden dauern, wenn nötig und möglich auch länger.

Also hier der Aufruf: wenn ihr von etwas erzählen wollt, das hier in’s Konzept passen könnte, dann meldet euch doch. Ich habe nur ein minimales Setup und quasi keine Reichweite, aber eine Menge Lust was auszuprobieren.

Free Speech

Es gibt ja so Ecken im Internet, da wird sofort „Zensur“ geschrien, wenn man mal nicht jemandes Meinung ist und ihn nicht bei der Verbreitung seines offensichtlichen Unfugs unterstützen will.

Also noch mal für alles, das mit der freien Meinungsäußerung geht so:

XKCD #1357

Was über’s Fotografieren lernen

Seit ich Besitzer einer halbwegs vernünftigen Fotokamera bin ist es mir ein Anliegen damit auch richtig umgehen zu können. Das heißt nicht nur wissen was all die kleinen Knöpfchen machen, sondern sich auch fotografische Grundlagen drauf schaffen, damit am Ende gute (oder wenigstens brauchbare) Bilder rauskommen. Ressourcen dafür bietet das Internet genügend.

Da fotografieren ja ein optisches Medium ist kommt man mit dem klassischen Audiopodcast nicht so unfassbar weit. Für die weit verbreitete Gier nach Gear hier aber anderthalb Empfehlungen:

  • Happy Shooting – Deutscher Podcast, wie gesagt etwas Gear-lastig, dreht sich manchmal zu sehr um das eigene Universum, hat aber eine ganz nette Community, wenn man sich nach Google+ traut
  • Tips from the Top Floor – selbes Problem wie oben, da vom selben Menschen, aber auf Englisch. Stellenweise sehr cheesy (vor allem die Intromusik *schauder*), bespricht dafür viele interessante Hörerfragen

Die wesentlich wichtigere Quelle ist aber Youtube.

  • The Art of Photography – Ted Forbes ist studierter Fotograf und hat einen soliden fine art-Hintergrund. Die ersten Folgen behandeln fotografische Basics wie Blende, Brennweite, Bildgestaltung, später gibt es dann mal ein paar Videos zu bestimmten Kameras, Analogfotografie und Entwicklung, aber auch viel zu bekannten Fotografen und deren Werk. Dazu braucht man ein wenig Geduld, kann aber viel lernen.
  • Jared Polin – furchtbar lauter und unsympathischer Amerikaner, was er über Bilder und deren Gestaltung zu sagen hat ist aber erstklassisch.
  • DigitalRev TV – Eigentlich ein Kameraladen mit angeschlossenem social Network. Der Youtube-Kanal ist aber wohl „the world’s most viewed and subscribed photography channel.“ Gear reviews, solide Hands-On-How-Tos, unterhaltsame Aktionen mit bekannten Fotografen und alles ohne einem ständig irgendwas verkaufen zu wollen.

Und um jetzt mal den Menschen im ortsansässigen Fotofachgeschäft zu zitieren: „Now go out and take those funky shots.“

The Cambridge Diaries V: As historic as it gets

Kein Besuch in England ist so richtig komplett, wenn man nicht in Stonehenge war. Die meisten Menschen werden die Steinkreise kennen und zumindest mich hat das schon von Kindesbeinen an fasziniert. Also habe ich, trotz des nassesten Januars seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, einen Tagesausflug bei einem kleinen lokalen Anbieter gebucht, mich im Sturm und in aller Frühe auf die Socken gemacht und bin in einem Minibus voller amerikanischer Studenten losgezogen.

Nach etwas über zwei Stunden Busfahrt waren wir dann vor Ort. Eine kurze Regenschauer unterm Dach des brandneuen Besucherzentrums überstanden, dann ging’s mit dem Bus ein paar hundert Meter weiter bis zu den Steinen. „You can listen to the audio guide, or I can tell you what it says in an hour in about 10 minutes.“ Okay, also noch kurz dem Reiseführer zugehört, dann ging es endlich den kleinen Hügel hoch und ich stand direkt davor.

Wenn man sich auf diversen Reiseseiten im Internet informiert, dann liest man ja die wildesten Sachen: alles eingezäunt, kommt man überhaupt nicht mehr ran, alles doof, Katastrophe, kann man sich sparen. Das ist natürlich Blödsinn. Man kann nicht mehr direkt zwischen den Steinen durchlaufen, aber die einzige Abgrenzung ist ein Seil in ca. 40cm Höhe das einen an der nächsten Stelle bis ungefähr 20m ranlässt. Glücklicherweise verzogen sich nach ein paar Minuten sogar die Wolken und so konnte ich noch ein paar hübsche Fotos machen und die Atmosphäre dieses alten Ortes genießen. Das Besucherzentrum selbst ist ein kleines, aber hochmodernes Museum mit (natürlich) angeschlossenem Giftshop das sowohl die aktuelle Forschungslage präsentiert, als auch die Forschungsgeschichte illustriert und einen in einer riesigen 360°-Projektion den Sonnenauf- und -untergang aus der Mitte der kompletten Steinkreises heraus erleben lässt.

Weiter ging es nach einem Kaffee durch ein paar Kilometer hübsche Landschaft, in der das geübte (oder vom Reiseleiter angewiesene) Auge ein paar Spuren keltischer Zivilisation erkennen konnte, bis nach Bath. Einer kleinen Stadt mit römischem Kern und georgianischer Innenstadt. Hauptattraktion ist das römische Bad (hence the name) und ein paar sehr teure Häuser, die alle gleich aussehen, weil sie innerhalb von ~100 Jahren unter strengen Bau- und Materialvorgaben entstanden sind. Kann man mögen, muss man aber nicht. Funfact am Rande: wenn man über Römer spricht kommt man auch in Bath nicht um Trier herum. Eine der größeren Ausstellungsflächen im Bad ist einem Römer aus Deutschlands ältester Stadt gewidmet, der wohl zum Baden her kam und gleich mal einen Altarstein aufgebaut hat, auf den er den Namen seiner Heimatstadt schrieb.

Nach Hause hat es dann vier ganze Stunden gedauert, die Reise hat sich für mich aber absolut gelohnt. Wenn ihr also mal für länger auf die Insel kommt: Stonehenge nicht verpassen.

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Blogparade: Serien-Highlights

Der feine Herr Wortmann hat mich zu seiner Blogparade eingeladen.

Aufgabe:
Liste die 15 Serien auf, wo du der Meinung bist, die sollte man sich anschauen bzw. muss man gesehen haben.

Trotz zweifelhafter Grammatik der Fragestellung (;-)) hier also die unvollständige und ungeordnete Liste meiner Serien-Highlights.

  1. Six Feet Under
  2. Breaking Bad
  3. Game of Thrones
  4. Mad Men
  5. Californication
  6. Homeland
  7. Sherlock
  8. Arrested Development
  9. House of Cards
  10. Weeds
  11. Dexter
  12. Lost
  13. Star Trek: The Next Generation
  14. Firefly
  15. Die Simpsons

Hui, 15 ist ganz schön wenig. Da hätte ich noch ein bisschen weiter machen können.

The Cambridge Diaries IV: Out and about

Man muss sich ja irgendwie beschäftigen. Irgendwie so, dass das Landesprüfungsamt am Ende nicht sagt: „Nö, nö, nö, so können wir das aber nicht als Bildungsaufenthalt durchgehen lassen.“ Also der Versuchung ständig in der Bude zu sitzen und den ganzen Tag Top Gear zu gucken widerstehen, raus gehen, mehr Sachen zum Machen und Angucken suchen.

Gefunden habe ich erst mal die hübsche kleine Stadt Ely (/ˈiːli/). 20.000 Einwohner, sieht eher nach 6.000 aus, hat aber eine Kathedrale wie für 100.000. Außerdem hat Oliver Cromwell mal für ein paar Jahre da gewohnt, was die Sehenswürdigkeiten auch schon recht gut zusammenfasst. Das Städtchen ist aber an sich wirklich schön, hat einen netten kleinen Park und liegt sogar am Wasser.

Um das landeskundliche Erlebnis nicht nur auf klassische Kultur zu beschränken habe ich mich nach einem guten Tipp dazu entschlossen zu einem Fußballspiel ins lokale Stadion zu gehen. Der Ticketverkäufer hat mich mitten in die wildesten Cambridgefans gestellt, die Stimmung war aber sehr gut, auch wenn „wir“ verloren haben. Niemand wurde verprügelt, was sämtliche Filme, die ich über englischen Fußball und seine Fans gesehen habe Lügen straft.

Dieses Wochenende hatte ich dann mal wieder Besuch. Der Chef und ein paar Kollegen waren da und neben der obligatorischen Tour durch Cambridge und London gab es auch etwas Gelegenheit das lokale Nachtleben zu erkunden.

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